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Welche Psychotherapien gibt es?

Heute werden ungefähr 400 unterschiedliche Therapien praktiziert. Man unterscheidet zwischen Therapierichtungen und Therapieformen. Eine Therapierichtung ist eine Reihe von Prinzipien und Techniken, die entsprechend einer bestimmten Theorie der Veränderung angewandt wird. Dieses System kann in verschiedenen Formen angewandt werden: als Einzel-, Gruppen-, Familien-, oder Paartherapie.

Eine mögliche Einteilung der Therapierichtungen ist die in globale Therapien und problemspezifische Therapien (siehe auch Comer, 1995).

Globale Therapien sollen Menschen helfen, die allgemeinen Merkmale ihrer Persönlichkeit zu erkennen und zu verändern, auf die, der Meinung dieser Therapeuten nach, die Probleme zurückgehen. Die wichtigsten Richtungen dieses Ansatzes sind die psychodynamischen (z.B. Psychoanalyse) und die humanistisch-existentiellen Therapien (z.B. klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie).

Problemspezifische Therapien zielen nicht auf die Umstrukturierung von Persönlichkeitsstrukturen, sondern richten ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Symptome und spezifische Beschwerden. Die wichtigsten Therapien, die diesem Ansatz verpflichtet sind, sind die Verhaltenstherapien, die kognitiven Therapien und die biologischen Therapien.

Daneben gibt es noch nach diesem Modell nicht einzuordnende Gruppen, wie die Systemischen Therapien oder transpersonale Psychotherapie.

Für die in Österreich anerkannten Psychotherapien siehe die "PatientInnen-Information über die in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Methoden" des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen

Eine Beschreibung verschiedener psychotherapeutischer Ansätze kann auch in der Online - Enzyklopädie "Wikipedia" nachgelesen werden.

Psychotherapie wird häufig durch andere Maßnahmen (z.B. medikamentöse Behandlung, Soziotherapie, Ergotherapie oder Teilnahme an Selbsthilfegruppen) begleitet und unterstützt.

Literatur:

Comer, R. J. (1995). Klinische Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

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